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Umwelt

Luftqualität:

In den letzten Jahren hat Oldenburg einen wahren Boom erlebt. Seit Jahren wächst die Stadt beständig um rund 1000 neue Einwohner im Jahr; im letzten Jahr waren es sogar 3000 neue Bürgerinnen und Bürger. Eine solche Entwicklung hat natürlich ihre Folgen: Es werden Wohnungen gebraucht, Kita-und Schulplätze, der Verkehr nimmt zu. Was den Verkehr angeht ist sicherlich zu beachten, dass nicht nur die Bürgerinnen und Bürger direkte Verkehrsteilnehmer sind, sondern auch all ihre Bedürfnisse sich im Verkehr abbilden:

Besucher, Lebensmittel, die in die Stadt transportiert werden, Heizungsanlagen, Post und viele andere Dienstleistungen. Dies gehört zum Leben in einer modernen Stadt dazu. Trotzdem bereitet dieser Zuwachs auch Probleme. So ist die Verkehrsdichte innerhalb der Stadt deutlich angestiegen und mit ihr auch die Begleiterscheinungen, wie die Luftmessungen dokumentieren.

Die bisherige Verkehrspolitik Oldenburgs hat hier wenig bis gar keine tragfähigen Konzepte hervorgebracht. Die einen rufen nach freier Fahrt, die anderen wollen Waschmaschinen mit dem Lastenfahrrad ausliefern. Die WFO ist frei von diesen ideologisch vorgeprägten Denkmustern und steht für eine pragmatische, lösungsorientierte Verkehrspolitik. Dazu gehört eine Reihe von Maßnahmen, die auf jeden Fall als Teil eines Gesamtkonzeptes verstanden werden müssen:

  • deutliche Begrenzung der Verdichtung des städtischen Innenbereiches
  • Elektrifizierung der Bahnstrecke OL-WHV; derzeit müssen alle Güterzüge in Richtung Wilhelmshaven in Oldenburg umgespannt werden; dies bedeutet das unter anderem, dass die Diesellokomotiven rund eine halbe Stunde mit laufendem Motor zur dabei notwendigen Bremsprobe im Bahnhof stehen. Als kurzfristige Lösung wollen wir mit der Deutschen Bahn verhandeln, dass die Bremsproben durch Fremdluftversorgung auf den Lauf des Lokomotivmotors verzichten können.
  • Einen weiteren Bahnhaltepunkt an der Tweelbäker Tredde, um auch im Stadtsüden einen Zugang zu den Bahnverkehren zu schaffen und nicht erst mit anderen Verkehrsmitteln (z.B. dem Auto) zum Bahnhof fahren zu müssen.
  • dramatische Reduzierung des Suchverkehrs nach Parkplätzen
    • Vernetzung der Parkhäuser
    • Reservierung von Parkplätzen via APP.
    • Reduzierung von Streuparkplätzen sowie Erhöhung der Parkgebühren hierfür)
    • Bau eines Parkhauses für das evangelische Krankenhaus noch vor dessen Erweiterung
    • Schaffung neuer Parkhäuser im Außenbereich (staufreie Zufahrt)
  • Herausführung des Durchgangsverkehres aus dem Stadtgebiet zum Beispiel die Hundsmühler Straße wird in einem erheblichen Maße mit reinem Durchgangsverkehr befahren, der vom Küstenkanal kommend über die Stadtautobahn Fernziele anstrebt. In diesem Bereich müssen Verkehrsströme durch eine neue Umgehungsstrecke aus dem Stadtgebiet herausgehalten werden. Dies führt neben der lokalen Entlastung der Anwohner auch im globalen Zusammenhang zu einer Reduzierung der Luftbelastung.
  • Förderung des Fahrradverkehrs durch Instandsetzung von Radwegen und neue Radwege, sowie durch besser ausgebaute Fahrradstellplätze überall in der Stadt mit Pressluftstationen und Automaten für Pannenmaterial.
  • Fahrradmietstationen an allen Parkhäusern
  • Reduzierung des gleichzeitigen Verkehrs von Radfahren und Autos auf derselben Verkehrsfläche

Luftqualität wird aber nicht nur durch den Verkehr bestimmt. Auch der häusliche Energieverbrauch leistet einen wesentlichen Anteil. Deshalb wird die Politik der WFO sich auch hier im Sinne der Verbesserung der Luftqualität engagieren:

  • Förderung alternativer Energiekonzepte (Blockheizkraftwerke; Energieverbund)
  • Umstellung aller kommunaler Energieverbräuche auf regenerative Energieträger, unter anderem auch als Vorbildfunktion.
  • Reduzierung der kommunalen Energieverbräuche durch technische Maßnahmen wie zum Beispiel LED-Beleuchtungen
  • Eine weitere Auswirkung der immensen Stadtverdichtung ist der deutliche Rückgang des Stadtgrüns. Dem Schrumpfen der „grüne Lunge“ werden wir durch eine Politik entgegentreten die Bauten nur noch unter Berücksichtigung des Baumbestandes genehmigt.
  • Bei öffentlichen Bauvorhaben ist zu prüfen, ob die Interessenverquickungen der Stadtverwaltung eine externe Prüfung notwendig erscheinen lassen.

Lärm:

Seit 2012 hat die Stadt Oldenburg einen so genannten Lärmaktionsplan ausgewiesen. Doch die Darstellung in bunten Plänen allein ist nicht ausreichend. Es ist notwendig, aus den ermittelten Werten für die Bürgerinnen und Bürger spürbare (hörbare) Ergebnisse zu erzielen. Dazu gehören:

  • Lärmschutz der Bahn
  • Lärmschutz im Straßenverkehr
  • Berücksichtigung von Lärmemissionen bei der Neuausschreibung des städtischen Busverkehrs
  • Lärmreduzierende Maßnahmen in allen Unternehmen – auch den kommunalen Betrieben
  • Intensive Betrachtung der Lärmemissionen bei der Entwicklung des Fliegerhorst Geländes